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Artikel » Spiele, PC & Konsole Holzspielzeug: Schade, dass es immer seltener wird |
Es war der Renner in den deutschen Spielwarenläden der 70er Jahre: Das Holzspielzeug. Es galt als pädagogisch wertvoller als herkömmliches Spielzeug, das zumeist aus Plastik war, und es kam in der Regel aus Skandinavien und nicht aus irgendwelchen Billiglohnländern, deren Produzenten ihre Arbeiter ausbeuteten. Teilweise waren die Spielsachen aus Holz so beliebt, dass sie im Branchenbuch eine eigene Rubrik hatten. Und heute? Nun, natürlich gibt es das gute alte Holzspielzeug immer noch, aber es hat erheblich an Beliebtheit eingebüßt. Gründe dafür gibt es mehrere. Zum einen ist die heutige Elterngeneration weniger bewusst als die, deren Kinder in den 70er Jahren aufwuchsen. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Mütter und Väter ihre Kinder vor den Fernseher oder den Computer setzen oder die Kleinen ganz einfach sich selbst überlassen, dürfte es nicht verwundern, dass es ihnen relativ egal ist, mit was für Spielzeug sich der Nachwuchs die Zeit vertreibt. Ein weiterer Grund für den Rückgang von Holzspielzeug: Es ist teuer, und viele Eltern haben einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten, es zu erstehen. Vor die Wahl gestellt, wertvolles, aber entsprechend teures Spielzeug oder aber Ramsch, der natürlich billiger ist, zu kaufen, entscheiden sie sich beziehungsweise müssen sie sich für den Ramsch entscheiden. Ein letzter Grund für den Rückgang von Holzspielzeug ist die Tatsache, dass Kinder im Allgemeinen weniger mit traditionellen Spielsachen spielen. Lieber beschäftigen sie sich mit Videospielen oder mit dem Computer. Schade eigentlich! Denn wer sich an seine eigene Kindheit erinnert, kommt nicht umhin, festzustellen, dass Holzspielzeug etwas ganz Besonderes war. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann einmal wieder einen eigenen Eintrag im Branchenbuch hat.
| | | 18.09.2007 10:30:07 von |
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