In "Stalker" nimmt der Spieler die Rolle eines Plünderers an, der in der verstrahlten Umgebung des Atomkraftwerkes von Tschernobyl 26 Jahre nach der Verseuchung nach Artefakten sucht, die auf dem Schwarzmarkt hohe Preise einbringen. Auf der Suche nach den Gegenständen muss sich der Spieler mutierten Tieren, dem ukrainischen Militär und anderen Herausforderungen stellen. Je mehr Artefakte gefunden und verkauft werden, desto besser wird die Ausrüstung des "Stalkers". Doch damit werden auch die Gegner, gegen die gekämpft werden muss, schwieriger. Cheats werden das Spiel jedoch in dieser Hinsicht sicher noch erleichtern und eventuell in mancher Hinsicht den Spielspaß auch steigern, beispielsweise wenn ein Spieler in der Story nicht weiter kommt.Die Geschichte, die in Stalker erzählt wird, basiert auf den wirklichen Geschehnissen um Tschernobyl und wurde lediglich mit einer möglichen Zukunftssituation erweitert. Da radioaktive Strahlung Auswirkungen auf den Organismus hat und die Nachwirkungen von Tschernobyl auch zahlreiche Veränderungen am menschlichen Körper mit Missbildungen gebracht haben, ist das Szenario, dass auch die Tiere in der Region um das Atomkraftwerk Mutationen aufweisen, also durchaus realistisch.
Auch der Teil der Story, dass das Gebiet um Tschernobyl auch nach 26 Jahren noch immer eine Sperrzone ist, die zu betreten verboten ist, birgt keinen Widerspruch zur Realität und wird im Spiel durch die massiven Versuche des ukrainischen Militärs, Eindringlinge, die trotz gesetzlichen Verboten in die Zone eindringen, zu stoppen, gut in Szene gesetzt, womit zugleich eine weitere Herausforderung für den Spieler entsteht.
Die dargestellte Szenerie wirkt sehr realistisch. Die Gegner in Stalker entwickeln ein gewisses Eigenleben und verhalten sich größtenteils natürlich. So bewegen sich beispielsweise die mutierten Tiere bei Nacht anders als tagsüber, wodurch der Eindruck von Realität, der für den Spieler entsteht, noch verstärkt wird. Auch der Wechsel von Wetterlagen, so dass die Umgebung nicht die ganze Zeit über in eintönigen Sonnenschein oder Regen getaucht ist, und original Bildmaterial von Tschernobyl tragen dazu bei, dass die Umgebung authentisch und echt wirkt und den Spieler in ihren Bann zieht.
Die Landschaft verändert sich in realistisch wirkender Weise je weiter der Spieler in irgendwelche Gebiete vordringt. So geht jeder Spielabschnitt stufenlos und fließend in den nächsten über und immer neue Szenerien tun sich auf dem nahezu grenzenlos scheinenden Gelände, das es zu erkunden gilt, auf.
Ein großes Waffenrepertoire, darunter unter anderem Waffen zur Gedankenkontrolle und Telepathie, setzen spannende Akzente im Spiel und sorgen für reichlich Abwechslung. Die Möglichkeit, im Mehrspielermodus zu spielen, bringt zudem noch mehr Spielspaß und lässt das Spiel zu einer noch größeren Herausforderung werden.