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Artikel » Sport & Freizeit Judo als Wettkampfsport |
Judo ist eine japanische Kampfsportart, die sich im Wesentlichen aus Würfen, Fall-, Halte- und Würgetechniken zusammensetzt. Es wurden alle gefährlichen Techniken verbannt, sodass eine Lehre übrig blieb, deren philosophische Grundgedanken sich auf das Mit- und nicht das Gegeneinander beziehen. So stehen gegenseitiges Helfen und Verstehen sowie der kontrollierte Einsatz von Körper und Geist im Vordergrund.Bei den Prüfungen demonstriert der Schüler vor allem Fallübungen, Stand- und Bodentechniken. Je nach Höhe des zu erreichenden Grades werden die Übungen schwieriger. Ab dem grünen Gürtel muss der Prüfling in einem Zweikampf zusätzlich eine Abfolge aus Bewegungsformen und Techniken vorzeigen. Diese Abfolge ist vorgeschrieben. Im Wettkampf ist der Judoka Sieger, dem es gelingt seinen Gegner mithilfe einer Kombination aus Kraft, Technik und Schnelligkeit auf den Rücken zu werfen. Dies wird ähnlich einem KO-Sieg beim Boxen bewertet. Die Technik des Wurfes ist hier unerheblich, solange der Sieger die Kontrolle im Kampf nicht verliert. Hier spiegelt sich die Philosophie des Judo besonders wieder. Ein Kampf dauert 5 Minuten, wobei die Punkte so vergeben werden, wie der Gegner fällt. Je besser er fällt, desto höher sind die vergebenen Punkte. Ein Kampf kann also nach Ablauf der Zeit auch durch Punkte entschieden werden. In den frühen sechziger Jahren war Judo erstmals als olympische Sportart zu sehen. Die deutschen Judoka schnitten bei den Olympischen Spielen in der Kampfsportart Judo immer gut ab. Der erste Judo-Weltmeistertitel für Deutschland wurde 1979 in Paris erreicht. Ihm folgte ein weiterer im Jahr 1983. Der erste deutsche Olympiasieg wurde 1980 nach Hause getragen. Im Jahr 2004 gab es die erste weibliche deutsche Olympiasiegerin im Judosport. In Deutschland gibt es zudem eine Judo-Bundesliga, die vom DJB veranstaltet wird. In der ersten und zweiten Bundesliga der Männer und Frauen kämpfen 64 Vereine. Im Rahmen des Judosports gibt es aber auch eine Regionalliga in der sich die Judomeister der einzelnen Bundesländer befinden. Ebenso wie im Fußball, ist der Deutsche Meister dazu berechtigt, Deutschland im Europapokal zu vertreten. Einem deutschen Judoverein ist es gelungen, 12-mal Deutscher Meister zu werden und den Europapokal 5-mal für sich zu entscheiden.
| | | 25.06.2007 08:24:50 von |
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