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Die DGV-Platzreife

Immer mehr Menschen haben den Wunsch, Golf spielen zu lernen. Aus diesem Grunde bieten fast alle Golfclubs Kurse und Einzelstunden für Anfänger und Fortgeschrittene an. Größere Clubs verfügen sogar über eine eigene Golfschule.
Eine besondere Bedeutung kommt der Platzreife zu. Diese ist erforderlich, um allein (ohne Begleitung eines Golflehrers) auf einem Golfplatz spielen zu dürfen.
Wer die Platzreife erwerben möchte, muss hierzu eine Prüfung ablegen. Diese besteht aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil und ist in etwa vergleichbar mit der Fahrprüfung.

Der Deutsche Golfverband (DGV) hat in den letzten Jahren einheitliche Richtlinien zum Erwerb der Platzreife entwickelt. Immer mehr Golfclubs entscheiden sich inzwischen dafür, ihre Platzreifeprüfungen nach den Kriterien der DGV-Platzreife abzuhalten. Hierzu muss der betreffende Golfclub mit dem DGV einen Lizenzvertrag unterzeichnen. Im Gegenzug bekommt er dann alle Prüfungs- und Schulungsunterlagen vom DGV.

Die Vorbereitung zur Platzreifeprüfung kann sowohl im Gruppen- als auch im Einzelunterricht erfolgen. Viele Golfclubs bieten spezielle Platzreifekurse an. Diese dauern ca. 5 Tage und beinhalten sowohl praktische als auch theoretische Unterrichtsteile. Im praktischen Teil werden vor allem die Schwung- und Schlagtechniken erlernt und eingeübt. Dazu gehören sowohl die langen Schläge als auch kurze Schläge, wie zum Beispiel das Pitching, Chipping und Putting.
Im theoretischen Unterrichtsteil werden die Golfregeln sowie die Golfetikette vermittelt. Viele Golfclubs führen hierzu spezielle Regelabende durch.
Außerdem erfolgen Platzbegehungen mit dem Golflehrer. Hier sollen die Prüfungskandidaten das richtige Verhalten auf dem Platz sowie die praktische Anwendung der Golfregeln und der Etikette erlernen.

Die Platzreifeprüfung selbst besteht aus drei Teilen. Im theoretischen Teil müssen Fragen zu den Golfregeln und zur Etikette beantwortet werden. Hierbei ist das Regelbuch als Hilfsmittel erlaubt. Die Prüfung erfolgt als Multiple-Choice-Test und besteht aus insgesamt 30 Fragen. 15 Fragen beinhalten die Golfregeln, 12 Fragen die Etikette und 3 Fragen sind allgemeine Fragen zum Thema Golf.
Ein weiterer Prüfungsteil beinhaltet das Verhalten auf dem Platz. Hierbei geht es um die Themen Sicherheit, zügiges Spiel und Schonung des Golfplatzes.
Im praktischen Prüfungsteil müssen 9 Spielbahnen (Löcher) gespielt werden, wobei nur die 6 besten gewertet werden. Der Prüfling erhält eine fiktive Vorgabe (Handicap) von 54 und muss mindestens 12 Stableford-Nettopunkte erreichen.
Ist die Platzreifeprüfung bestanden, erhält die betreffende Person automatisch Handicap 54 und ist nun berechtigt, auf allen Golfplätzen, die die DGV-Platzreife anerkennen, zu spielen.

25.11.2007 21:27:09 von Golfbobbie
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