Die Höhe der Versicherungsprämie bei einer Gebäudeversicherung ist zum großen Teil davon abhängig wie die Risiken eines Schadens durch die Versicherung eingeschätzt werden. Wichtig ist in dem Zusammenhang die Bauartklasse des Hauses. Um Bauartklasse 1 handelt es sich bei massiver Bauweise mit harter Dachung. Bauartklasse 2 gilt für feuergefährlichere Bauten mit harter Dachung, bei denen Holz im Spiel ist wie beispielsweise bei Fachwerkhäusern. Feuergefährliche Objekte wie Blockbohlenhäuser oder Fertighäuser sind in der Bauartklasse, kurz BAK, 3. Für Fertighäuser werden bei der Einstufung häufig die so genannten Fertighausgruppen herangezogen.Schließlich richten die Feuer oder Stumm je nach Bauweise ganz unterschiedliche Schäden an. Zu den Risiken, gegen die man sich mit einer Gebäudeversicherung absichern kann, gehören neben Feuer und Sturm, Hagel, Blitzeinschlag und Leitungswasser sprich Schäden durch einen Rohrbruch. Möglich ist auch, sich gegen Elementarschäden zu versichern. Dazu gehören in ersten Linie Erdbeben und Überschwemmungen. Abhängig von der Region können Versicherungen gegen diese Schäden jedoch sehr teuer sein. Generell ist es dem Versicherungsnehmer überlassen, ob er nur einzelne Risiken oder eine Kombination in den Vertrag aufnimmt.
Eine Gebäudefeuerversicherung wird von vielen Banken und Sparkassen zur Auflage gemacht, wenn sie den Hausbau mit einem Darlehen finanziert haben. Auf diese Weise sichern sie sich den Kredit ab. Bei welchem Unternehmen Hausbesitzer eine Versicherung abschließen, steht ihnen seit Mitte 1994 frei, nachdem durch die Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft die Monopolrechte in diesem Bereich gestrichen wurden.
In der Schweiz bestehen sie nach wie vor – und zwar seit 1805. In diesem Jahr wurden die kantonalen Gebäudeversicherer gegründet, öffentlich-rechtliche Unternehmen, die finanziell selbständig sind und nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden. Sie verwalten die Gebäudeversicherungen, die in der Schweiz obligatorisch sind und es auch schon in der Deutschen Demokratischen Republik waren.
Eine sinnvolle Ergänzung zur Wohngebäudeversicherung bietet die Hausratversicherung, die alles das absichert was aus dem Haus oder der Wohnung herausfällt, wenn man das Haus umdrehen würde.