Stress ist eine Reaktion auf gefährliche oder angsteinflößende Umweltgegebenheiten. Stammesgeschichtlich gesehen ist Stress ein überlebenswichtiger Mechanismus, der den Menschen durch biochemische Vorgänge flucht- oder kampfbereit macht. Auch in der heutigen Zeit ist Stress nicht nur negativ zu betrachten. Ein Leben ganz ohne Stress wäre von Antriebslosigkeit und Langeweile geprägt. Positiver Stress erhöht die Motivation, aktiviert Körper und Geist und führt somit zu Ausgeglichenheit und Lebensfreude. Der Mensch ist zufriedener und selbstbewusster, was das allgemeine Wohlbefinden steigert. Ohne Stress würde unser Leben also nicht funktionieren. Dauerhafte Angstzustände führen jedoch zu Stressattacken und Distress, also negativem Stress. In der heutigen hektischen Gesellschaft treten solche Stressattacken vermehrt auf. Andauernde Existenzängste überfordern den Menschen und können zu Volkskrankheiten wie Panikattacken, Burn- out- Syndrom oder Depressionen führen.
Ob im Job, in der Schule oder in zwischenmenschlichen Beziehungen, fast jeder Mensch hat schon einmal mehr oder minder starke Stressattacken erlebt. Betroffene fühlen sich überfordert von der Situation, sind mutlos und ausgelaugt. Diese Gefühle äußern sich häufig in Gereiztheit, Aggressivität und anhaltender Müdigkeit. Die Betroffenen können sich immer schlechter konzentrieren, was das Erfüllen gesellschaftlicher Pflichten noch schwieriger macht und den Stress erhöht. Frustration und Resignation folgen diesen Symptomen.
Neben andauernden Stress- und Angstzuständen werden Betroffene zusätzlich von Stressattacken geplagt. Verschiedenste Situationen können dabei als Auslöser fungieren und sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Stressattacken äußern sich vor allem in körperlichen Symptomen. Das Herz pumpt schneller und der Blutdruck steigt, Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Die Verdauungstätigkeit wird gehemmt und alle Sinne werden geschärft. An sich sind diese Veränderungen natürlich keine negativen Symptome, jedoch können sie in Kombination mit generalisierten Angst- und Stresszuständen zu Magen- oder Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenschmerzen und Appetitlosigkeit führen. In Verbindung mit dem typischen Lebensstil, den stressgeplagte Menschen aufweisen, besteht bei Betroffenen ein erhöhtes Risiko, diverse Herz- Kreislauf- Erkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck, zu erleiden. Ein solcher Lebensstil ist gekennzeichnet von Hektik, unruhigem Schlaf, negativen Gedanken, unzureichender sportlicher Betätigung sowie ungesunder Ernährung.