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Artikel » Wellness & Gesundheit Süßstoffe |
Künstliche Süßstoffe sind schon länger bekannt als man glauben möchte, Saccharin wurde beispielsweise bereits um die Jahrhundertwende eingesetzt. Weitere Süßstoffe kamen in den USA im Laufe der sechziger und siebziger Jahre in den Handel, zuletzt Aspartam. Hierzulande erlebten die Süßstoffe ihren Boom erst zwanzig Jahre später, als die sogenannte Light-Welle die Ernährung der Europäer erreichte.Die künstlichen Süßstoffe, allen voran Saccharin und Cyclamat, kamen in den siebziger Jahren jedoch zunehmend unter Beschuss. Bei einem mittlerweile sehr umstrittenen Versuch an Ratten mit extrem hohen Dosen von Saccharin und Cyclamat wurde ein erhöhtes Blasenkrebs-Risiko festgestellt. Aus Angst um die Gesundheit der Bevölkerung wurde Cyclamat in den USA verboten, für Saccharin wurde ein Warnhinweis eingeführt. Neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge lösen die besagten Stoffe, die vor allem bei Patienten mit Übergewicht oder Diabetes mellitus Anwendung finden, keinen Krebs aus. Vorsicht ist nur bei sehr hohen Dosen geboten. Dennoch wurde Cyclamat in den USA bisher nicht wieder zugelassen. Verbraucherverbände mahnen weiterhin zur Vorsicht mit Süssstoffen, weil die Welternährungs- und die Weltgesundheitsorganisation für Saccharin und Cyclamat relativ geringe Tageshöchstmengen festgesetzt haben. Ein 25 kg schweres Kind überschreitet diese Werte bereits bei 0,7 l Cola light. Das sich Süßstoffe gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken nutzt man diese Eigenschaft und verwendet vor allem Kombinationen von unterschiedlichen Wirkstoffen.
| | | 27.03.2007 21:03:21 von |
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