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Artikel » Wirtschaft & Business Säurebeständigkeit von Porzellan |
Ist es möglich, dass Speisesäuren, wie Fruchtsäuren und Essig Porzellan bzw. Porzellandekore und Porzellanglasuren angreifen? Um diese Frage zu beantworten muss man etwas ausgreifen. Um Porzellanglasuren zu zersetzen müssten diese Blei abgeben. Da die heutigen Glasuren von namhaften Herstellern wie Seltmann-Weiden oder Arzberg kein Blei enthalten, sondern vielfach auf einer Feldspatgrundlage basieren, ist eine Beschädigung der Oberfläche nicht möglich. Es gibt lediglich eine Säure, die diese Feldspatglasuren durchdringen könnte, die sogenannte Flusssäure. Da diese aber im täglichen Leben so gut wie nie vorkommt und nur bei speziellen chemischen Reaktionen zum Tragen kommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Porzellanobjekt mit dieser Säure in Kontakt kommt, verschwindend gering. Hinzu kommt, dass viele Dekore und Farbbeschichtungen schützend unter einer Ingalasur oder auch unter einer Unterglasur ruhen, und so gegen äußere Einflüsse geschützt sind. Das sogenannte Bleigesetz regelt die Verwendung von Blei bei Aufglasurdekoren, die wie gesagt auf der Glasur aufgebracht sind. In diesem Gesetz wird die geregelt, wie Bleioxyd als Flussmittel bei Dekoren auf Porzellan eingesetzt werden darf. Demnach ist es verboten, Porzellan für Essgeschirre auf den Markt zu bringen, dass nach 24 Stunden Einlagerung in 4%ige Essigsäure mehr als 2mg Blei pro Exemplar an die Flüssigkeit abgibt. Um dieses zusätzlich zu verhindern, werden die Gefäße sehr hochgebrannt und zusätzlich mit säurefesten Farben bearbeitet. Hochmoderne Glasurfarben enthalten eh von Haus aus kein Blei- wo kein Blei, da auch keine Bleiabgabe! Nur Orange-und Rottöne enthalten anteilig Cadmium. Die Abgabe dieser Substanz liegt aber weit unter jedem Grenzwert, der dafür festgelegt wurde und stellen deshalb keine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen da.
| | | 03.07.2007 15:04:16 von |
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