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Artikel » Wirtschaft & Business Friseureinrichtung, Regale und die Jugend von heute |
In England und Australien können die Schüler durch ihre Uniformen den einzelnen Schulen und Schulformen zugeordnet werden. Natürlich bringen Schuluniformen viele Vorteile mit sich. Sie verhindern die Diskriminierung ärmerer Schüler, die sich keine Markenkleidung leisten können und verschaffen den Schülern die Möglichkeit, Zeit die sie mit Einkaufen und Gedanken über gutes Aussehen verbracht hätten, für sinnvollere Dinge aufzuwenden. Einerseits vermittelt die Einheitskleidung den Schülern ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, weil auch für Außenstehende eindeutig ersichtlich ist, wo die einzelnen Schüler hingehören. Auf der anderen Seite ist die Schulzeit, die Zeit in der aus Kindern (meistens) eigenständig denkende Erwachsene werden. Zu diesem Prozess gehört selbstverständlich auch, neben den Gedanken und Meinungen, die nunmehr selbst gebildet und nicht mehr von den Eltern übernommen werden, die Entwicklung des eigenen Geschmacks und des eigenen Stils. Die Jugendlichen finden ihre eigene Richtung in den Bereichen des Sports, der Unterhaltung, der Musik und des Filmes. Durch die Schuluniform geht ihnen allerdings der große Bereich des eigenen Aussehens, als Gestaltungsmöglichkeit, verloren. Durch Schmuck und Frisur kann die Individualität zwar beschränkt ausgelebt werden, aber selbst hierbei gibt es noch Vorschriften die diesen Freiraum weiter einschränken. In Österreich, wo die Schüler all diese Freiheiten haben, werden sie sehr geschätzt und die Grenzen bis in den letzten Winkel ausgereizt. Die Schulzugehörigkeit ist unseren Schülern meistens dennoch an der Kleidung anzusehen, in vielen Fällen auch an der Frisur. Die vielen jungen Leute bei deren Anblick einem unweigerlich der Gedanke durch den Kopf geht, sie hätten noch nie eine Friseureinrichtung von innen gesehen, marschieren normalerweise in die Klasse eines Gymnasiums, wo Poster von Bob Marley und Che Guevara die Regale zieren. In gewisser Weise ist dies auch eine Art der Uniformierung. Die Mädchen und Burschen mit den Knöpfen in den Haaren, der Kleidung aus dem Altstoffsammelzentrum und den Doc Martens an den Füssen halten sich zwar alle für sehr individuell und alternativ, dabei bemerken sie allerdings nicht, dass sie mit ihrer Rebellion gegen den Mainstream eine große Gruppe geschaffen haben, die ihr Aussehen aneinander angleicht. Und so ist bei uns die Gymnasiumsuniform entstanden. Stil und Eleganz sind auch bei einem Ladenbau bzw. einer Ladenausstattung gefragt – vielleicht werden sich manche an Ihre rebellische Zeit erinnern, wenn sie gerade in der Planungsphase einer solchen stehen.
| | | 28.08.2007 08:31:10 von |
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