Was ein Detektiv ist, das wissen Kinder sehr gut. Wie Sherlock Holmes gekleidet - nämlich im Trenchcoat, hochgeschlagenem Kragen, Hut tief ins Gesicht gezogen - sucht er am Boden nach Spuren und findet in kürzester Zeit Diebe und andere Verbrecher und stellt so die gesellschaftliche Ordnung wieder her. Mit solchen Klischées hat ein Detektiv nichts zu tun.
Ein Detektiv arbeitet in einer Detektei, einem unabhängigen Unternehmen, das sich auch wirtschaftlich tragen muss. Eine Detektei kann in vielen Fällen und von jedem Bürger beauftragt werden. Nicht immer geht es dabei um Verbrechen. Ein Arbeitgeber kann über Detekteien seine Angestellten überwachen lassen, Ehepartner oder Geschiedene können sich von Detekteien auf die Finger und den Geldbeutel sehen lassen. Wirtschaftskriminalität kann von einer Detektei aufgedeckt und dann an die entsprechenden Behörden weiter geleitet werden. Auch verlorene Gegenstände und Personen können durch eine Detektei gesucht werden. Eine Verbrecherjagd gibt es dabei nicht, auch wenn es manchmal wirklich gefährlich für den Detektiven werden kann. Gefährliche Situationen und Straftaten übernehmen dann die entsprechenden Behörden.
Eine Detektei arbeitet zwar zusammen mit Behörden, hat aber nicht automatisch Zugang zu ihnen und zu deren Daten und Informationen. Detekteien sind eine ideale Lösung, wenn noch keine Straftat vorliegt und man selbst nicht Wege und Möglichkeiten hat, einen Sachverhalt aufzuklären.
Ein Detektiv arbeitet nach den Vorgaben seines Auftraggebers. Er recherchiert und beobachtet unbemerkt, bis er das geklärt oder aufgedeckt hat, wozu er beauftragt wurde.
Den Sherlock Holmes mit seiner charakteristischen Kleidung hat es noch nie gegeben, er ist eine literarische Figur. Dafür gibt es einen soliden Beruf Detektiv, der viele Fähigkeiten fordert, weit mehr als beobachten und Schlüsse ziehen können.